Pandemie-sicheres Agieren im Theater bzw. Probenraum

https://bdat.info/wp-content/uploads/2020/05/BDAT-Pandemiesicher-Agieren-im-Theater-1-1.pdf

Der Leitfaden des BDAT richtet sich in erster Linie an Amateurtheater und soll in einem kurzen Überblick Hinweise geben, wie Theater zwischen Kulturproduktion und Ehrenamt den Gesundheitsschutz in Zeiten der Corona-Pandemie wahren und gleichzeitig agieren können, wenn und soweit gesetzliche Regelungen von Bund und Ländern dies zulassen.
Die Hinweise beschreiben den Stand zum 18.05.2020. Alle Angaben sind sorgfältig recherchiert und nach bestem Kenntnisstand zusammengestellt. Der BDAT übernimmt jedoch keine rechtliche Gewähr für die Richtigkeit der Angaben, Haftungsansprüche sind ausgeschlossen.
Zusätzlich zu den Hinweisen im Leitfaden können ggf. in den Bundesländern unterschiedliche Bestimmungen in der Ausführung von Regelungen bestehen. Diese sind von den Bühnen/Veranstaltern unbedingt regelmäßig für das eigene Bundesland zu überprüfen.

BDAT unterstützt die Forderung zu befristetem Grundeinkommen

Das Bundespräsidium des BDAT unterstützt die Forderung des Deutschen Musikrates, in der Corona-Krise ein auf sechs Monate befristetes Grundeinkommen in Höhe von € 1.000 für alle freiberuflichen Kreativschaffenden zu gewähren.

Die Theaterlandschaft in Deutschland ist vielfältig und der Kreativbereich seit langem eng verflochten. Professionelle Kreativschaffende sind, ebenso wie im Musikbereich, auch bei Amateurtheatern freiberuflich tätig. Sie leiten Fortbildungsseminare, führen Regie und übernehmen auf Honorarbasis Aufgaben in weiteren künstlerischen Bereichen und Gewerken. Die Freischaffenden sind durch Veranstaltungsabsagen aufgrund der Corona-Pandemie in ihrer Existenzsicherung massiv bedroht. Die Einkommen der freiberuflich Kreativen brechen mit dem bundesweiten Shutdown sofort weg, während die Kosten weiterlaufen. Bei den durchschnittlichen Jahreseinkommen verfügen freiberuflich Kreativschaffende in Musik und Theater über keinen Spielraum für finanzielle Rücklagen. Deshalb hat das Bundespräsidium des BDAT beschlossen, die Forderung des Deutschen Musikrates zu einem befristeten Grundeinkommen zu unterstützen.
Auch die ca. 4.000 Amateurtheatervereine, davon allein 2.500 im BDAT organisiert, stellt die Pandemie vor enorme Belastungen und bedroht mittelfristig ihre Existenz. Mieten für Probenräume können nicht gezahlt werden, Ticketeinnahmen oder Sponsorenunterstützung brechen weg oder vorverkaufte Freilichtsaisonkarten müssen zurückerstattet werden. Wenn Theatervereine dadurch insolvent werden und sich auflösen müssen, können sie in der nächsten Saison keine Aufträge an professionellen Kreativschaffenden vergeben. Damit würde ein nicht unwesentlicher Anteil an der Existenzsicherung der Freien für einen längeren Zeitraum wegfallen.

Amateurtheater übernehmen wichtige kulturelle, aber auch soziale Aufgaben. Sie tragen zum guten gesellschaftlichen Miteinander bei. Diese gesellschaftlicheWirkung ist besonders in Zeiten von und nach Krisen nicht hoch genug einzuschätzen.

Forderung des Deutschen Musikrates zum befristeten Grundeinkommen
https://www.musikrat.de/aktuelles/detailseite/coronakrise-deutscher-musikrat-fordert-befristetes-grundeinkommen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen